Meldungen aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt

Tagung "Kontinuität und Wandel der Erinnerung"

Erfolgreiche Tagung in Halle (Saale)

Der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt und der Landesverband Sachsen-Anhalt im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. haben am 15./16. Oktober 2021 im Stadtmuseum Halle eine historische Fachtagung zum Thema „Kontinuität und Wandel der Erinnerung – Das Gedenken an die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft in Sachsen-Anhalt“ durchgeführt.

Am Freitag hat Prof. Manfred Hettling die Tagung im historischen Christian-Wolff-Saal mit einem einführenden Vortrag mit dem Thema „Sinnstiftung und Sinnsuche – Gedenken an Tote politischer Gewalt im 20. Jahrhundert“ eröffnet. In seinen Ausführungen hat Prof. Hettling die langen Linien und Entwicklungen des Kriegstotengedenkens skizziert und mit einem Blick in andere Länder auch eine Vergleichsbasis geboten. Anschließend war er zusammen mit dem renommierten Historiker Prof. Jörg Echternkamp und dem Geschäftsführer des Landesverbands Sachsen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Dr. Dirk Reitz, teil der Podiumsdiskussionsrunde. Geleitet wurde die Diskussion vom Dresdner Historiker Dr. Justus Ulbricht. Die Diskussion wurde schnell für das Publikum geöffnet, so dass eine Lebhafte Debatte über ein angemessenes Gefallenengedenken in der Bundeswehr der Gegenwart entstand. Der anwesende Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Oberst Bernd Albers, machte dabei die Positionen der Bundeswehr klar.

Am Samstag wurde die Tagung mit Grußworten vom Vizepräsidenten des Landesheimatbundes, Prof. Uwe Wolfradt, dem Vorsitzendenden des Landesverbands Sachsen-Anhalt im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Dieter Steinecke, der Direktorin des Stadtmuseums Halle, Jane Unger und der Vizepräsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt, Anne-Marie Keding, eröffnet.

Anschließend wurden die Vorträge zu den unterschiedlichsten Ausprägungen und Aspekten des Kriegstotengedenkens in der Geschichte Sachsen-Anhalts gehalten. So gab es einen Vortrag vom Direktor des Stadtarchivs Dessau, Dr. Frank Kreisßler, zum vergessenen Dessauer Kriegerdenkmal von 1870/71 sowie einen Vortrag von John Palatini zu den Gedenkorten für die Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges in Sachsen-Anhalt. Der Bildungsreferent des Landesverbands Sachsen-Anhalt, Philipp Schinschke, fasste in seinem Vortrag über das Kriegstotengedenken der Hallischen Studentenschaft in der Zwischenkriegszeit seine Masterarbeit zusammen und Kay Schmücking gab mit seinem Vortrag über die mediale Repräsentation des nationalsozialistischen Totengedenkens einen Zwischenstand seines Dissertationsfortschritts. Dr. Lutz Miehe berichtete über das Großprojekt der Dokumentation aller Kriegsgräberstätten des Zweiten Weltkrieges in Sachsen-Anhalt, an dem auch der Landesverband Sachsen-Anhalt tatkräftig mitarbeitet. Den Abschluss der Vorträge bildeten Claudia Zimmermann und Dr. Anton Hieke mit ihrem Bericht über die Gedenkorte für die vertriebene und ermordete jüdische Bevölkerung Sachsen-Anhalts.

Die Vorträge werden im kommenden Jahr in einem Tagungsband veröffentlicht.

Die zahlreiche Zuhörerschaft hat sich mit interessierten Nachfragen an der Tagung beteiligt und damit ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Tagung ein voller Erfolg wurde.
 

Eindrücke von der Tagung

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