Meldungen aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt

Tag des offenen Friedhofs 2022 in Magdeburg

Am 18.09.2022 heißt es "Let´s talk about Tod – in Gedenken und in Gedanken"

Am Sonntag, den 18. September findet auf dem Magdeburger Westfriedhof der Tag des Friedhofs 2022 statt. Frei nach dem bundesweiten Motto des Tages des Friedhofs „In Gedenken – in Gedanken“ lädt die Evangelisch-reformierte Gemeinde Magdeburg in Kooperation mit dem Volksbund für Kriegsgräberfürsorge Sachsen-Anhalt und dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg zum gemeinsamen Nachdenken über Vergänglichkeit ein.

Auf dem historischen Westfriedhof, dem größten Friedhof der Landeshauptstadt Magdeburg, hält ein volles Programm viele Impulse für eine generationsübergreifende inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Tod bereit. So wird der Tag des Friedhofs ab 9.30 Uhr auf dem symbolträchtigen Grabfeld der Opfer des Luftangriffes vom 16. Januar 1945 im Rahmen einer ökumenischen Andacht durch Conrad Krannich, Pfarrer der Reformierten Gemeinde Magdeburg, eingeläutet und durch ein Grußwort von Oberbürgermeisterin Simone Borris eröffnet.

Anschließend finden von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr verschiedene thematische Führungen über den denkmalgeschützten Westfriedhof statt. Neben dem kostenfreien Rundgang mit Friedhofsleiterin Kerstin Hartmann und ihrem Team, welche die mannigfaltigen Grabstättenarten und Alternativen auf den kommunalen Friedhöfen vorstellt, werden die architektonischen Besonderheiten von Carmen Niebergall bei „Westfriedhof: Ein Museum, das lebt. Ein Architektur-Spaziergang“ in den Fokus gerückt. Karten sind im Vorverkauf unter 0391 7334 7784 erhältlich.

Zudem konnte der Volksbund für Kriegsgräberfürsorge Sachsen-Anhalt Jugendliche der mehrfach ausgezeichneten Projektgruppe „Tagebuch der Gefühle“ aus Halle/ Saale für eine gemeinsame Projektarbeit im Rahmen des „Tags des Friedhofs 2022“ gewinnen. Nach einer einführenden inhaltlichen Projektannäherung am Vortag in den Ökumenischen Höfen werden die Jugendlichen gemeinsam mit dem Bildungsreferenten des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge, Philipp Schinschke, auf dem Grabfeld der „Opfer des Faschismus“ zur Geschichte des Grabfeldes, aber auch zu ausgewählten Biographien jener an diesem Ort Begrabenen informieren. Ziel der Projektarbeit ist es zum einen, die Jugendlichen mit dem Thema und der Geschichte zu konfrontieren, sodass eine Reflexion über das Erlebte angeregt wird. Zum anderen soll das Projekt das Thema Tod und die in Vergessenheit zu geraten drohenden Kriegsgräber und deren Geschichte als Erinnerungsorte im kollektiven Gedächtnis verankern.

Ab 12.30 Uhr bietet das Catering der Pfeifferschen Stiftungen Snacks und Getränke an. Nach einer Mittagspause werden von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr weitere interessante thematische Annäherungen in den Räumlichkeiten der historischen Friedhofskapelle angeboten.

Mit dem Workshop „Letzte Hilfe. Was ist zu tun, wenn nichts mehr zu tun ist“ greift der Palliativdienst der Pfeifferschen Stiftungen das Thema Leben und Tod aus Sicht von Betroffenen und Angehörigen auf und gibt lebenspraktische Hinweise zum Umgang mit der nicht ganz alltäglichen und doch natürlichen Ausnahmesituation.

Gerade durch die Corona-Pandemie ist vielen die Endlichkeit des Lebens noch bewusster geworden. Und auch Gedanken um grundsätzliche Fragen am Lebensende stellen sich: Wer sorgt für mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann? Welche Möglichkeiten der Begleitung gibt es und wie geht es weiter, wenn „es“ denn passiert ist? Was wollen Eltern oder Großeltern am Lebensende? Wann wurde darüber in der Familie gesprochen? – Einige Antworten auf diese Fragen bietet der Workshop, betreut durch Kirsti Gräf, Leiterin des Trauerinstitutes der Pfeifferschen Stiftungen.

Ebenfalls praktisch, nämlich anhand von Büchern, wird die erfahrene Seelsorgerin Pfarrerin Dr. Angela Kunze-Beiküfner kindgerechte Zugänge vorstellen, über Tod und Sterben zu sprechen. Dabei greift der Kurs die Beobachtung auf, dass sich Kinder schon früh für Tod und Sterben interessieren und Fragen zum Thema stellen. Bilderbücher können dabei eine große Hilfe sein, um Kinder bei ihrer Antwortsuche zu begleiten. Auf dem Büchermarkt gibt es eine Fülle von Bilderbüchern, die Tod und Sterben thematisieren und jedes Jahr kommen neue Veröffentlichungen hinzu. Nicht alle sind geeignet – und je nach Anlass und Alter der Kinder braucht es auch mehr als nur ein Buch. Worauf es bei der Auswahl ankommt und wie diese Bücher eingesetzt werden können – dazu gibt der Workshop Anregungen.

Ab 15.00 Uhr wird in der Kapelle auf dem Westfriedhof die Dokumentation des Mitteldeutschen Rundfunks „Auf Leben und Tod – der Magdeburger Westfriedhof“ uraufgeführt. Als Teil der beliebten Sendereihe „Der Osten. Entdecke, wo Du lebst“ stellt die Dokumentation den Magdeburger Westfriedhof als einen der kulturellen „Leuchttürme“ Mitteldeutschlands vor und gibt vielseitige Einblicke in die Bedeutung des UNESCO Immateriellen Kulturerbes. Die Uraufführung vor der TV-Erstausstrahlung im Rahmen des Tags des Friedhofs soll dem Publikum neben thematischen Anknüpfungspunkten die Möglichkeit geben, mit dem Produktionsteam des MDR und den Beteiligten ins Gespräch über die Beweggründe, aber auch über die Umsetzung der Dokumentation zu kommen.

Den kulturellen Höhepunkt und damit auch Abschluss des Tags des Friedhofs 2022 bildet von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr ein Konzert von T&T Wollner in der historischen Kapelle des Westfriedhofs. Konzertkarten können per E-Mail an pfarrer@ekmd-reformiert.de reserviert werden.
 

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