Meldungen aus dem Landesverband

Meine Zeit beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Das FSJ im politischen Leben

Mein Name ist Nils Wollmann und ich habe nach meinem Abitur im Jahr 2019 beschlossen, ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zu leisten.

Ich wusste vorerst nicht, wo ich mein FSJ ableisten sollte, doch durch einen Zufall stieß ich auf den Volksbund. Von dem Verein hatte ich vorher schon einmal gehört, doch eine richtige Vorstellung von der Arbeit und der Größe des Volksbundes hatte ich nicht. Nachdem ich mich über den Volksbund informiert hatte und mich der geschichtliche und politische Aspekt überzeugt hat, wusste ich: hier möchte ich mein FSJ machen. 

Gleich zu Anfang bekam ich die Möglichkeit, ein Workcamp in der Slowakei für zwei Wochen zu begleiten und somit einen optimalen Einstieg in das FSJ zu erhalten. Erst im Laufe des FSJs bekam ich ein Verständnis für die Arbeit und auch die Wichtigkeit des Volksbundes. Ich bemerkte, dass so viel mehr dahinter steckt, als nur „alte, langweilige Gräber“ zu säubern. Ich erfuhr, dass der Volksbund sich nicht nur um die würdige Bestattung von deutschen Kriegstoten sorgte, sondern auch mit viel Bildungsarbeit und Bildungsangeboten sowohl Jugendliche als auch Erwachsene für diese wichtigen Themen wie „Krieg“ und „Frieden“ sensibilisiert. Dies findet beispielsweise durch Workcamps statt, in denen Jugendliche aus ganz Europa einen Einblick in die Arbeit des Volksbundes bekommen und einen reflektierten Umgang mit Begriffen wie „Krieg“ und „Frieden“ erlernen.

Zu meiner Arbeit gehörte typische Bürotätigkeiten wie E-Mails schreiben, Anrufe ausführen und entgegennehmen, Briefe verschicken und auch Spendenquittungen ausstellen. Der größte Anteil meiner Arbeit bestand jedoch daraus, Veranstaltungen zu planen und auch durchzuführen wie beispielsweise Workshops an Schulen oder der Festakt zum 100-jährigen Jubiläum des Volksbundes. Auch dokumentierte ich den Fortschritt unseres Projektes des Peace Monuments „Floris Pax“ und begleitete viele Besichtigungen von Kriegsgräberstätten. All das sind nur einige Beispiele für meinen abwechslungsreichen und spannenden Arbeitsalltag beim Volksbund.

Doch leider blieb auch der Volksbund, wie viele andere Vereine, von der Corona-Pandemie nicht verschont. Wir mussten viele Bildungsangebote absagen oder verschieben und konnten unsere Arbeit nur teilweise oder auch gar nicht fortsetzen. Dadurch habe ich zum Bedauern nur halb so viel beim Volksbund erlebt und erfahren, als mir eigentlich noch bevorstand und auf das ich mich so sehr freute. Jedoch kann man an dieser Tatsache nichts ändern, manche Dinge passieren unvorhersehbar und lassen sich nicht kontrollieren.

Wenn ich auf mein Jahr beim Volksbund zurückblicke kann ich nur sagen, dass es eine großartige und tolle Erfahrung war, die ich hier machen durfte. Ich hab viele freundliche und interessante Menschen getroffen, habe in jeglicher Hinsicht neues und spannendes Wissen erlangt und weiß nun auch, dass ein Friedhof eben nicht nur ein Friedhof ist.

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit bei Herrn Scherschmidt, Herrn Steinecke und all meinen Kollegen für die tolle und interessante Zeit beim Volksbund bedanken. Danke, für die prägende Erfahrung, die ich hier machen durfte!
 

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