Meldungen aus dem Landesverband

Kriegsgräberstätten vorgestellt

Teil 8: Köthen (Anhalt)

Der Gemeindefriedhof in der Maxdorfer Straße wurde am 23. Mai 1888 eingeweiht. Der christliche Teil umfasst 6.275 m² und der israelitischer Teil 2.837 m².

Mit der Errichtung eines Reservelazarett in der Stadt Köthen für die verwundeten und erkrankten Soldaten des Ersten Weltkrieges musste auch ein Platz auf dem Köthener Friedhof bestimmt werden, auf dem die verstorbenen Kriegsteilnehmer des Lazarettes beerdigt werden konnten.

Im Oktober des Jahres 1914 gab es die ersten Beisetzungen auf dieser Kriegsgräberanlage. Bis zum 16. August 1922 fanden dort 219 deutsche Soldaten, 6 russische, 5 französische sowie 1 italienischer Kriegsgefangener ihre letzte Ruhestätte. Die dort beigesetzten französischen und italienischen Verstorbenen wurden nach Ende des Ersten Weltkrieges in ihr Heimatland überführt.
Am 28. Mai 1922 wurde das Ehrendenkmal mit 12 aus Muschelkalk bestehenden Tafeln, auf denen die 629 gefallenen Einwohner der Stadt Köthen verzeichnet sind, eingeweiht. Die Nebentafeln rechts und links enthalten die Namen der 225 hier begrabenen Soldaten.
Die Grabanlage wurde 2009 mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt, des Volksundes und der Stadt Köthen (Anhalt) umfassend saniert.

Bereits 1940 plante die Verwaltung die Anlegung eines Ehrenfriedhofs "für die zu erwartenden Gefallenen des jetzigen Krieges". Dafür sah man ein Feld gegenüber dem Ehrenfriedhof der Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg vor, auf dem bereits im März 1942 11 Soldaten, 5 Gefangene und 1 Opfer aus der Zivilbevölkerung beigesetzt waren. Nach dem die ursprünglichen hölzernen Kreuze 1954 zerfallen waren, sind diese durch Kissensteine aus Muschelkalk ersetzt worden. Insgesamt sind 361 Kriegstote des Zweiten Weltkrieges auf dem Soldatenfriedhof beigesetzt.

1945 wurde ein Ehrenmal für die über 200 hier beigesetzten Rotarmisten, Kriegsgefangenen und aus der Sowjetunion zur Zwangsarbeit nach Deutschland Verschleppten, die zum Teil aus dem Kreisgebiet umgebettet wurden, errichtet. Auch rund 70 polnische Zwangsarbeiter, die zumeist 1945 starben, unter ihnen sieben Neugeborene, ruhen hier.

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