Dank für außergewöhnliches Engagement
Im Rahmen einer feierlichen Dankveranstaltung im Landtag von Sachsen-Anhalt hat Landtagspräsident Dr. Gunnar Schellenberger die Sammlerinnen und Sammler der Bundeswehr, der Reserve sowie weitere Unterstützerinnen und Unterstützer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für ihr herausragendes Engagement gewürdigt.
Gemeinsam mit dem Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Oberst Thorsten Alme, dem Kommandeur des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, Generalarzt Dr. Bruno Most, und dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des Volksbundes Sachsen-Anhalt, Andreas Arnsfeld, zeichnete er die erfolgreichsten Sammlerinnen und Sammler sowie Teilnehmende von Pflegeeinsätzen auf Kriegsgräberstätten im Ausland aus.
Die Veranstaltung stand dabei unter dem Eindruck des erst wenige Wochen zurückliegenden Todes des langjährigen Landesvorsitzenden Rüdiger Erben. In mehreren Beiträgen wurde an sein Wirken für den Volksbund erinnert. Erben hatte die Haus- und Straßensammlung über viele Jahre mit großem persönlichen Einsatz begleitet. Auch die Sammlung des Jahres 2025 eröffnete er gemeinsam mit Bundeswehr und Kommunalvertretern und unterstützte die Aktion bis zu ihrem Abschluss im November. Sein Engagement für die Kriegsgräberfürsorge, die Erinnerungsarbeit und die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr prägte die Arbeit des Landesverbandes nachhaltig.
35.000 Euro für Erinnerungs- und Friedensarbeit
Die Sammlung 2025 erzielte mit insgesamt 35.000 Euro ein beachtliches Ergebnis. Davon wurden rund 30.000 Euro durch Sammlungen der Bundeswehr eingeworben. Weitere 5.000 Euro stammen aus Spenden und Sammlungsaktivitäten der Mitglieder des Volksbundes. Das Sammelergebnis bildet eine wichtige Grundlage für die Arbeit des Volksbundes. Mit diesen Mitteln werden die Pflege und Erhaltung von Kriegsgräberstätten, die Schicksalsklärung von Kriegstoten sowie zahlreiche Projekte der historisch-politischen Bildungsarbeit finanziert.
Bundeswehr als verlässlicher Partner
Besonders gewürdigt wurde die seit Jahrzehnten enge Unterstützung durch die Bundeswehr. In vielen Städten und Gemeinden Sachsen-Anhalts sind Soldatinnen und Soldaten sowie Reservistinnen und Reservisten Jahr für Jahr bereit, in ihrer Freizeit für die Kriegsgräberfürsorge Spenden zu sammeln.
Dieses Engagement ist keineswegs selbstverständlich. Die Sammlerinnen und Sammler werben nicht nur um Spenden, sondern informieren zugleich über die Aufgaben des Volksbundes und die Bedeutung von Kriegsgräberstätten als Orte des Erinnerns, Lernens und der Mahnung zum Frieden.
Schülerinnen und Schüler engagieren sich ebenfalls
Zu den Geehrten gehörten auch Schülerinnen und Schüler aus Hohenmölsen, die seit vielen Jahren gemeinsam mit Soldatinnen und Soldaten des Bundeswehrstandortes Weißenfels an der Sammlung teilnehmen. Viele von ihnen kennen die Arbeit des Volksbundes bereits durch internationale Jugend- und Projektfahrten zu Kriegsgräberstätten im Ausland. Dort unterstützen sie die Pflege der Anlagen und setzen sich mit den Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft auseinander. Ihr Engagement zeigt, dass Erinnerungskultur und Friedensarbeit auch von jungen Menschen aktiv mitgestaltet werden.
Einsatz für die Zukunft des Erinnerns
Neben den Sammlerinnen und Sammlern wurden auch Teilnehmer von Arbeitseinsätzen auf Kriegsgräberstätten im Ausland geehrt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum dauerhaften Erhalt der Gräber der Opfer von Krieg und Gewalt.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Arbeit des Volksbundes weit über die Pflege von Friedhöfen hinausgeht. Seit Jahrzehnten verbindet der Verband die Bewahrung historischer Erinnerungsorte mit Bildungsangeboten für alle Generationen. Ausgangspunkt dieser Arbeit sind die Kriegsgräberstätten, die eindringlich vor den Folgen von Hass, Ausgrenzung, Antisemitismus, Rassismus und Krieg warnen.
Der Volksbund Sachsen-Anhalt dankt allen Sammlerinnen und Sammlern, den Reservistinnen und Reservisten, den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten. Ihr Einsatz trägt entscheidend dazu bei, die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft lebendig zu halten und sich für Frieden, Demokratie und Völkerverständigung einzusetzen.